network + __________

an exhibition project negociating with network

network+は、ベルリンから3組のアーティスト、シュミットタカハシルーディガー・シュレーマー小川直子による展覧会プロジェクトです。アーティストそれぞれは異なるバックグラウンドを持ちつつ、ファイン・アートと工芸/デザイン、デジタル・テクニックとフィジカル・オブジェクト、それぞれの境界を跨ぐ制作活動をしています。当展覧会では紹介する彼らの作品は、それぞれの自由な着想からファッションを志向しつつも、ネットワークを駆使して新たな価値を創出することにフォーカスしています。

ベルリンで一定の評価を得ている彼らの作品は、見た目の美しさに加えてアイデアのユニークさが評価されており、そこにアートとしての価値が見い出されています。逆に言い換えると、ファインアートではない作品群が、コンテンポラリーアートの世界に投げかけるメッセージは、まさに見た目の美しさの向こうにある「アーティスティックさ」に他なりません。一方私の個人的な経験では、日本に於いては美術鑑賞は表面的な美しさのみに終始してしまいがちで、どれだけの鑑賞者が作品の向こうに横たわるアーティストの考え方に至っているのだろうか、という疑問があります。ここにKunst(ドイツ語で芸術)と「芸術」の翻訳の誤差が発生しているとも言えます。

以上の様な問題提起を背景に、当展覧会では会場を開かれたコミュニケーションの場として設計します。観客は作品を享受するだけでなく、常駐する展覧会ガイド(アーティスト、キュレーター等)と共に能動的に体験します。具体的には、シュミットタカハシはアーカイブへの参加、シュレーマーは編み物のプロジェクトへの参加、小川直子はJewelry Huntingへの参加等を予定しております。つまり、コミュニケーションを通じて、作品の表面の美しさや手仕事の向こう側にある、アーティスト本来のアイデアやメッセージを観客に体験してもらうことを目論んでいます。同時に、彼らの作品が発生し享受される自由な都市の気質、いわばベルリンのアートシーンの一片を京都で体験してもらえれば、と考えております。

network+_____ ist ein deutsch-japanisches Ausstellungsprojekt, das vernetzte Praktiken zwischen Disziplinen und Kulturkreisen zeigt. Die Teilnehmer der Ausstellung sind in Grenzbereichen zwischen freier Kunst und angewandter Gestaltung, sowie zwischen digitaler Technik und physischen Objekten tätig. In ihrer Arbeit erkunden sie eine Neubewertung und Vernetzung gängiger Ideen von Schmuck, Textilien und Mode.

SCHMIDTTAKAHASHI unternehmen mit der KOLLEKTION 101 eine "Reanimation" von gebrauchten Kleidungsstücken, die mittels RFID-Chips archiviert werden. Durch ihr digitales Archivierungssystem wird die Verbindung zwischen der Herkunft der Kleidungsstücke und ihren neuen Besitzern gezeigt. Durch diese Vernetzung erhält die Kollektion eine eigene subjektive Wertigkeit, der sich aus der Geschichte des Kleidungsstückes ergibt.

Schlömer zeigt die physischen und virtuellen Ergebnisse des Projekts Schalalala!, das sich zwischen digitalem Remix und physischer Reproduktion bewegt. Existierende Fanschals werden zu neuen Aussagen 'remixt', und anschließend neu gestrickt. Die durch zahlreiche Strick-Beiträge entstandene Methodik wird in Workshops vermittelt und erweitert. In offenen Produktionsprozessen in Kooperation mit japanischen Kunststudenten wird eine vernetzte, konzeptionelle Denkweise offengelegt und zur Partizipation angeboten.

Ogawa zeigt ihre neue Arbeit Jewellery Hunting, der ein erweitertes Verständnis des Schmuckbegriffs zugrunde liegt. Anstatt Objekte zu produzieren, weist die Künstlerin auf das ästhetische Potential des alltäglichen Lebens, indem sie zufällige Lichtreflexionen in ihrer Umgebung kartiert und fotografisch archiviert. Die so entstandene Sammlung wird Betrachtern über eine Website zu Erkundung und Vervollständigung offengelegt.

Die Ausstellung versteht sich als offene, kommunikative Plattform. Die Besucher sind dazu eingeladen, aktiv an den Projekten teilzunehmen. SCHMIDTTAKAHASHI laden zur Teilnahme an ihrem Kleidungsarchiv ein, Schlömer zeigt eine konzeptionelle Herangehensweise an textile Techniken wie Stricken, Ogawa initiiert durch Web/Mobile-Services eine Jewellery Hunting im Umfeld des Ausstellungsraumes. Zudem sollen lokale Akteure zu Gastbeiträgen (wie Konzerten, Kochperformances oder Lesungen) in den Ausstellungsraum eingeladen werden.

Im praktischen Erfahren der Ausstellungsbeiträge wird für Besucher so sichtbar, welche konzeptionellen Denkweisen den Arbeiten - über ihre oberflächliche "Schönheit" hinaus - zugrunde liegt. Das offene und vernetzte, "Berlin-typische" Arbeiten der Künstler- bzw. DesignerInnen wird dabei im Dialog zwischen Berlin und Tokio erweitert.

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